Verwaltung/ November 10, 2015/ Vereinsaktivitäten

 Überangebot oder knappes Gut – Zur Situation der Krankenhäuser am Niederrhein

unter diesem Thema stand am 10. November 2015 die gemeinsame Vortrags- und Diskussionsveranstaltung des Gesundheitsnetzwerk Niederrhein e.V. mit der Hochschule Rhein-Waal.

Dr. Naderer, Präsidentin der Hochschule Rhein-Waal und Michael Rüscher, Vorsitzender des Gesundheitsnetzwerks, begrüßten rund 60 interessierte Gäste, die ins Hörsaalzentrum des Campus Kleve strömten, um sich über die zukünftigen Herausforderungen der Krankenhäuser in der Region zu informieren.

Prof. Dr. Frank Schmitz, Prodekan der Fakultät Life Sciences, führte mit einem Impulsvortrag unter dem provokanten Titel „Darf man auch 2030 am Niederrhein noch krank werden?“ in das Thema ein. Wie die Thematik in den politischen Kontext einzuordnen ist und welche Spannungen sich daraus ergeben, das erläuterte Matthias Blum, Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft NRW, in seinemlebhaften Vortrag.

Die anschließende Podiumsdiskussion wurde in gewohnt souveräner Weise von Sascha Devigne, Redaktionsleiter studio47, moderiert. Axel Strauch, Leiter Krankenhaus-Kompetenz-Center BARMER GEK, wies auf die Komplexität des Themas hin und ergänzte, man dürfe die Ambulante Versorgung bei der Diskussion nicht außer Acht lassen. Dem stimmte auch Prof. Dr. Robert Renner, Fakultät Life Sciences, zu. Eine Spezialisierung der Krankenhäuser, gab er zu bedenken, könnte dazu führen, dass Patienten für spezifische Behandlungen durch ganz Deutschland reisen müssten. Dr. Joachim van Alst, St. Willibrord-Spital, Emmerich, ist es deshalb besonders wichtig junge Fachkräfte für den Niederrhein zu gewinnen.

Im Anschluss an den offiziellen Teil der Veranstaltung, setzten viele Besucher die interessante Diskussion bei einem kleinen Imbiss im Foyer des Hörsaalzentrums fort.

Fotos: Gesundheitsnetzwerk Niederrhein e.V.